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Werkzeug

Neues von den Flächenmähern

„Viel Rasen heißt auch viel Arbeit. Besonders im Sommer ist regelmäßige Pflege ein Pflichtprogramm. Doch die kann – besonders wenn Hindernisse wie Bäume, Hecken, Möbel und Deko-Artikel den Weg kreuzen – schnell eine schweißtreibende Angelegenheit werden. Umso wichtiger also, dass der Gartenbesitzer in seinem Rasenmäher einen Unterstützer findet.

© eck

© IVG

Bei großen, hindernisreichen Flächen sollte das Gerät leicht zu wenden und dennoch nah an den Gegenstand oder das Gewächs heranfahrbar sein. Eine sichere, einfache Lenkung ist also ein Muss – Hangtauglichkeit, wenige Vibrationen und Geräusche sind ebenfalls wichtige Faktoren bei der Auswahl des geeigneten Gartenfreundes.“, erklärt Hubert Behner, Technischer Referent beim Industrieverband Garten (IVG).

Wir haben für Sie drei Flächenmäher unter die Lupe genommen, die für größere Flächen geeignet sind: den Cub Cadet RTZ S 42, den Husqvarna R 320 AWD und den John Deere EZtrack Z235. Alle drei sind für ihren Verwendungszweck gut geeignet, einer der getesteten Mäher konnte sogar das Testurteil „sehr gut“ ergattern.

© John Deere

Der Null-Wendekreis-Mäher von Cub Cadet kann auf der Stelle im Kreis drehen und lässt sich daher optimal nah an Sträucher und Bäume heranfahren. Er hat eine Schnittbreite von über einem Meter und eine variable Schnitthöhe von 38 bis 100 mm. Das Schnittgut wird über den Seitenauswurf ausgebracht.
Der Flächenmäher von John Deere ist ebenfalls ein Zero-Turn-Mäher mit Seitenauswurf und einer Schnittbreite von bis zu einem Meter. Das Besondere am John Deere ist die Panzerlenkung, mit der gleichzeitig gebremst, Gas gegeben und gelenkt wird. Optional erhältlich sind das TurboStar Mähsystem sowie ein Auffangsystem.

© Husqvarna

Der Husqvarna R 320 AWD ist ein Knicklenker, der auf großem Gelände schnell um Bäume und Büsche navigiert werden kann. Die Schnittbreite kann zwischen 94 und 112 cm variiert werden und auch die Schnitthöhe ist zwischen 25 und 75 mm einstellbar. Der Mäher kommt mit Heckauswurf und einem BioClip Mulchsystem.


Neue Flächenmäher

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Bei großen Rasenflächen empfiehlt sich ein Flächenmäher. Er erleichtert die Gartenarbeit und der Rasen wird schnell und mühelos auf die richtige Höhe getrimmt.

Benzinmäher mit Elektro-Start

Auch bei Schiebemähern gibt es etwas Neues. Die Rasenmäher-Serie 5 von Viking hat ein neues Mitglied bekommen, dass dem Faktor Komfort noch eine Komponente hinzufügt: den Elektro-Start. Der Viking MB 545 VE wird bequem per Knopfruck am Griff des höhenverstellbaren Holms gestartet. Die Energie für diesen Start kommt aus dem Lithium-Ionen Akku, der in das Motorgehäuse eingesetzt wird.

Wie der Rest der Serie steht auch dieser Mäher für kraftvolle Motoren, Ergonomie und Wendigkeit. Der ReadyStart-Motor soll mit 3,5 PS und 190cm eine optimale Mähleistung auf großen Rasenflächen garantieren. Der Vario-Antrieb ermöglicht eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung zwischen 2,2 und 3,8 km/h. Die Geschwindigkeit ist außerdem an das eigene Schnitttempo und die Grashöhe anpassbar. Der Grasfangkorb fasst 60 Liter und durch die nach unten gerichtete Luftöffnung können Gras und Staub nicht austreten.

© Viking

Die Windflügelmesser erzeugen im Gehäuse des Mähers einen starken Luftstrom, der das Gras vor dem Schneiden aufrichtet und den Grasschnitt so in den Auffangkorb bläst. Der Mäher lässt sich zudem zum Mulchmäher umrüsten. Beim Mulchen wird das Mähgut im Gehäuse sehr fein geschnitten, so dass es als feine Partikel wieder zwischen die Grashalme rieselt und dort als Dünger wirkt. Außerdem entfällt damit auch die Entsorgung des gemähten Grases.

Tipps zur Rasenanlage

Eine geschlossene Rasenfläche schützt den Boden vor Auswaschung von Nährstoffen, insbesondere Stickstoff. Außerdem hält das Wurzelsystem den Boden fest und bewahrt ihn vor Erosion. Rasen reguliert durch die Verdunstung von Bodenwasser und Tau zudem die Temperaturen und spendet im Sommer Kühle und Luftfeuchte.

Entscheidend für die Vorbereitung des Bodens und die Auswahl des richtigen Saatgutes ist die vorgesehene Nutzung der Rasenfläche. In den meisten Fällen soll ein Rasen am Haus unkompliziert und belastbar sein. Man möchte darauf laufen, spielen, liegen und feiern können. Die regelmäßigen Pflegearbeiten sollen außerdem nicht aufwändig sein. Besonders geeignet für diese Verwendung sind die Rasengräser Ausdauerndes Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel und Lägerrispe. Bei der Auswahl der Gräser müssen zudem noch besondere Standortbedingungen wie zum Beispiel Schatten oder Trockenlage berücksichtigt werden.

Bis auf wenige Ausnahmen kann auf allen Böden ein schöner Rasen angelegt und dauerhaft erhalten werden. Für einen Erfolg sollten jedoch die folgenden Arbeitsschritte befolgt werden:

Vorbereitung des Bodens
Je besser das Saatbett vorbereitet ist, umso sicherer und gleichmäßiger keimen die Grassamen. Falls der Boden keine gute Struktur aufweist oder sogar verdichtet ist, muss er sorgfältig aufbereitet und verbessert werden. Ein lehmiger Boden kann durch Einmischen von Sand durchlässiger für Luft und Wasser gemacht werden. Sehr sandige Böden hingegen werden durch Grünkompost verbessert, damit sie Nährstoffe und Wasser besser speichern.
Nach der tiefen Bodenbearbeitung sollte sich der Boden über einige Wochen setzen. Diese Rückverdichtung schützt vor später auftretenden Sackungen und Unebenheiten.
Kurz vor der Einsaat wird dann das eigentliche Saatbett vorbereitet. Dazu werden die obersten 3 bis 4 cm von Steinen, Wurzelwerk oder anderen groben Teilen befreit und fein gekrümelt.

Das richtige Saatgut
Das Saatgut ist der entscheidende Faktor für einen schönen Rasen. Gute Rasenmischungen enthalten speziell für die Rasennutzung gezüchtete Gräser. Diese sind zwar teurer als Mischungen mit billigen Futtergräsern, sie sind ihr Geld aber wert, denn auch bei bester Pflege gelingt es nicht, aus minderwertigen Mischungen einen qualitativ hochwertigen Rasen zu züchten.

Da bei der Vielfalt von Angeboten und Preislagen die Trennung der Spreu vom Weizen für den Laien schwer fällt, sollten Sie sich beim Saatgutkauf beraten lassen. Eine gute Wahl sind beispielsweise die TerraVital Rasensamen-Mischungen von Neudorff.

Die Aussaat
Die beste Jahreszeit für die Rasenanlage ist der Herbst. Der Boden hat die Wärme des Sommers gespeichert und die Niederschläge im Herbst erleichtern das Feuchthalten des Keimbettes. Leider werden die meisten Aussaaten im Frühjahr vorgenommen, wenn die Bodentemperatur noch keine 10°C erreicht hat. Doch Rasensaatgut keimt erst ab dieser Temperatur optimal, die frühestens im Mai erreicht wird. Oft gibt es in diesem Zeitraum auch ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden, welche das Feuchthalten des Bodens erschweren.

© Neudorff

Die gleichmäßige Aussaat erfolgt am besten mit einem Streuwagen. Er garantiert die richtige Saatmenge und verhindert Über- oder Unterdosierungen. Bei zu viel Saatgut behindern sich die Gräser gegenseitig in der Entwicklung und es kommt sehr häufig zu Pilzkrankheiten, die die Gräser zerstören. Als Richtwert ist eine Saatgutmenge von 20 bis 25 g/m² für die Entwicklung eines dichten Rasens völlig ausreichend.

Den Boden abziehen
Nach der Aussaat muss die Fläche mit einem Rechen abgezogen werden. So wird das Saatgut im Boden eingebracht und hat besten Bodenkontakt. Die raue Bodenoberfläche sorgt außerdem dafür, dass Regen schnell versickert und den Boden nicht fortschwemmt. Das oft empfohlene Walzen sorgt zwar ebenfalls für einen Bodenschluss, verdichtet aber die Oberfläche und es kommt schnell zu Abschwemmungen. Außerdem bleibt das Saatgut an der Oberfläche liegen und kann rasch austrocknen.

Ausreichend Wässern
Die Keimung der Rasengräser in einer Mischung verläuft unterschiedlich lang. In dieser Zeit können die Keimlinge ihren hohen Wasserbedarf noch nicht durch ihr eigenes Wurzelsystem decken. Deshalb ist in den ersten drei bis vier Wochen nach der Aussaat eine geregelte Wasserversorgung wichtig. Bei trockener Witterung muss der Rasen vier- bis fünfmal täglich für ca. zehn Minuten bewässert werden.

Der erste Schnitt
Wenn das Gras 8 bis 10 cm hoch gewachsen ist, erfolgt der erste Schnitt auf minimal 5 cm. Achten Sie darauf, dass die Messer des Mähers scharf sind und die Gräser sauber geschnitten werden. Stumpfe Messer können die noch nicht fest verwurzelten Gräser aus dem Boden reißen.
Benzinmäher mit Elektro-Start