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Orchideen: Das ist Vanda

Orchideen sind Juwelen der Natur. Sie vermitteln das Gefühl von absoluter Schönheit. Bereits seit vielen Jahrtausenden hat der Mensch eine intensive Beziehung zu diesen botanischen Schätzen, weltweit zieht sie sich durch fast alle Kulturen.

Vandas sind freiheitsliebende Orchideen, sie leben von Luft und Licht und wollen weder Erde noch Töpfe. | © BBH

Die Azteken verehrten Orchideen als heilige Gewächse und fertigten steinerne Reliefs mit Orchideenmotiven für ihre Tempel an. Griechische Dichter und Denker widmeten ihr lange und ausführliche Schriften. Die Ureinwohner Nordamerikas kannten - schon lange bevor Europäer ins Land kamen - Vanille, die Schoten einer bestimmten Orchideenart. In buddhistisch geprägten Ländern sind Feierlichkeiten auch heute stets von Orchideenblüten begleitet. Der chinesische Philosoph Konfuzius war besonders vom Duft der Orchidee angetan und bezeichnete sie deshalb auch als Königin der Duftpflanzen.

Für ihn bedeutet das Wort Orchidee so viel wie Reinheit, Anmut, Schönheit und Liebe. Unzählige Sammler und Forschungsreisende zog es über Jahrhunderte in die entlegendsten Winkel dieser Erde, um neue unbekannte Orchideen-Arten zu entdecken. Charles Darwin war beispielsweise fasziniert von einer madagassischen Orchideenblüte, die einen bis zu 35 cm langen Sporn hat und ein besonderes Insekt mit einem langen Rüssel für die Bestäubung benötigt. Auch heute haben Orchideen nichts von ihrem Zauber und ihrer Beliebtheit eingebüßt, sie sind in den letzten Jahren zur beliebtesten Zimmerpflanze avanciert.

Leben von Luft und Licht

Eine Kostbarkeit im Orchideensortiment ist die Vanda. Ein Jesuit namens

Alvin Semedo hat diese außergewöhnliche Schönheit im Jahr 1613 entdeckt, als ihm auf seiner Reise durch China einige Pflanzen besonders aufgefallen sind. Sie wuchsen und blühten auf eine Art und Weise, wie er es vorher noch nie gesehen hatte: ohne Erde auf Bäumen, mit nackten Wurzeln, die zum Teil um den Baum selbst geschlungen waren. Genau über diese Luftwurzeln versorgen sich die Pflanzen mit Feuchtigkeit. In unseren Wohnungen benötigt Vanda einen hellen Standort, keine pralle Sonne und ausreichend Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Einsprühen oder Tauchen der Wurzeln in lauwarmes Wasser.

Topflos eine gute Figur

Sie verzichten liebend gerne auf einen Topf, wollen keine Erde, gelegentlich etwas Wassernebel und bilden doch hingebungsvolle große und samtig anmutende, zum Teil duftende Blüten. In gläsernen Gefäßen, Draht- oder Flechtkörben sehen die dekorativen Luftwurzeln besonders spektakulär aus.

Am Haken. Lose hängend stiehlt die Vanda-Orchidee allen anderen in ihrer Umgebung die Show. | © BBH

Man merkt schnell, eine Vanda ist kein Mädel von der Stange, manchmal tritt sie schon etwas divenhaft auf und will nicht nur bewundert, sondern auch besonders umsorgt werden. Orchideenanfänger beginnen ihre Sammlung daher lieber mit einer Phalaenopsis, die eine faszinierende Farben- und Formenvielfalt hat, aber insgesamt leichter zu pflegen ist.

Vanda Besitzer tauschen sich regelmäßig im Internet in speziellen Foren, auf Orchideenausstellungen und -messen aus. Manche verbindet schon eine jahrelang gewachsene leidenschaftliche Beziehung zu ihrer Vanda-Orchidee. Eines ist dabei gewiss, wer einmal eine Vanda-Orchidee besessen hat, wird nicht wieder von ihr los kommen. Ihre intensiv leuchtenden Farben - die von tiefblau und violett bis rosa, rot, orange, gelb und weiß variieren können - sind Balsam für die Seele. Faszinierend sind Vandas vor allem auch deshalb, weil sie Blüten mit blauer Farbe hervorbringen, die bei Orchideen nur sehr selten vorkommen und das Tolle: die Topflose macht hängend eine gute Figur und muss nie umgetopft werden.

Quelle: BBH

Schlagworte Orchidee | Blumen | Pflanze | Pflanzenpflege


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